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Weleda Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2013

17Naturkosmetik Wachstum in einem anspruchsvollen Umfeld Der Wunsch nach einem nachhaltigen Lebensstil beeinflusst das Konsumverhalten von immer mehr Menschen. Nachhaltige Produkte verzeichnen Wachstumsraten, die über denjenigen des Gesamt- marktes liegen. Auch im insgesamt eher stagnierenden Kosmetikmarkt wächst das Segment der Naturkosmetik weiter. Zahlreiche Anbieter versuchen, von dieser Entwicklung zu profitieren. Hersteller konventioneller Kosmetik lancieren naturnahe, scheinbar natürliche Kosmetik, während grosse Einzelhandelsketten preisgünstige Eigenmarken anbieten. Der wachsende Naturkosmetik-Markt bietet Weleda die Chance, Neukunden zu gewinnen, die von naturnaher zu zertifizierter Naturkosmetik wechseln. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck enorm zu. Ein solides Umsatzwachstum verzeichnete Weleda vor allem in Deutschland, Österreich und inderSchweizsowiein RusslandundJapan.Leichtrückläufigverliefhingegendie Geschäftsentwicklung in Belgien, den Niederlanden und in Südeuropa. Vor diesem Hintergrund und um Marktpotenziale optimal zu nutzen, wird sich Weleda auf ausgewählte Märkte konzentrieren. Der Schwerpunkt der Marktaktivitäten wird zukünftig in Deutschland und Frankreich sowie in Brasilien, Österreich, Japan, Russland und in den USA liegen. Die Weleda Gesellschaften dieser Länder erhalten zusätzliche Investi- tionsmittel für die Marktbearbeitung. Damit verbunden sind Wachstumserwartungen. Weleda arbeitete 2013 die Stärken der Marke heraus, um sie für Verwender sicht- und erleb- bar zu machen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Natrue-Label (www.natrue.org). Es weist Weleda Produkte als zertifizierte Naturkosmetik aus, die vollständig auf synthetische Inhaltsstoffe verzichtet. Ausschliesslich natürliche und biologische Inhaltsstoffe werden durch sanfte, umweltschonende Herstellverfahren zu hochwertigen Pflegeprodukten verarbeitet. Regulatorische Anforderungen Neben einem verstärkten Wettbewerb stellten auch die Vorgaben der Behörden für Weleda 2013 eine grosse Herausforderung dar. Die Anforderungen an Kosmetikdossiers zur Zulassungsbeantragung eines neuen Produkts sind gestiegen. Für Weleda bedeutet dies einen erheblichen regulatorischen Aufwand, wenngleich das Unternehmen von seiner Erfahrung aus dem Pharmabereich profitiert. Ein Grund für die hohe regulatorische Dichte liegt im Bestreben der Politik, den Schutz der Verbraucher zu gewährleisten. So beauftragte beispielsweise die Europäische Kommission das SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety/Wissenschaftlicher Ausschuss «Verbrauchersicherheit») damit, zu prüfen, ob Konsumenten wegen möglicher allergener Wirkungen von Duftstoffen stärker als bisher geschützt werden müssen. Nach der Veröffentlichung des Gutachtens des wissenschaftlichen Gre- miums gab es intensive Gespräche der EU-Kommission mit Herstellern und Verbänden. Als mögliche Folge einer noch ausstehenden gesetzlichen Regelung könnte sich für Weleda eine erweiterte De- klarationspflicht ergeben. Für die Beduftung ihrer Produkte verwendet Weleda ausschliesslich natür- liche ätherische Öle und prüft jedes Produkt vor der Markteinführung auf seine dermatologische Ver- träglichkeit. Neue­Leitpflanzen­für­Haar­­und­Babypflege Im Berichtsjahr hielten mehrere neue Leitpflanzen Einzug in die Weleda Naturkosmetik. Auszüge aus Hirse, Hafer und Weizen bilden die Basis der neuen Weleda Haarpflege. Neben einer gründlichen und Nach der erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierung 2012 konnte Weleda 2013 im Naturkosmetik-Sortiment und in der Kommunikation wieder starke Akzente setzen. Trotz des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und strenger werdender regulatorischer Bestimmungen erzielte die Naturkosmetik ein solides Wachstum. Chancen und Herausforderungen Naturkosmetik-Label mit inter- nationalem­Standard:­Natrue­ steht­für­natürliche­und­­bio­lo­ gische­Inhaltsstoffe.

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