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Weleda Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2013

25Reportage gebracht hat? Stress, so die Weltgesundheitsorganisation, ist der grösste Feind unserer Gesundheit im Informations- zeitalter: Stress und davon hervorgerufene Ängste, Unruhe, Müdigkeit, Erschöpfung und Burn-out bis hin zu psychi- schen Erkrankungen. Wie aber hilft Neurodoron, wenn der Organismus nicht mehr zur Ruhe kommt und die dringend benötigte Regeneration ausbleibt? Es wirkt wie eine Blaupause. «Neurodoron ist wie ein Vorbild, das den Körper daran erinnert, wie er am besten mit Stress umgeht», erläutert Dr. Martin Schnelle, der den Bereich Medizin leitet. Analog zum Dreiklang bei der Herstellung des Arzneimittels besteht nach anthroposophischer Vorstellung auch im Menschen eine «funktionelle Dreigliederung»: Zwischen Stoffwechselvorgängen unterhalb des Zwerchfells und dem Nerven-Sinnes-System, das sich vor allem über den Kopf ausdrückt, vermittelt ein regulierendes, rhythmisches System aus Kreislauf, Atmung und Herzschlag in der Körpermitte. Ferrum-Quarz stabilisiert das Nervensystem über die klare Kristallstruktur des Quarzes, ausserdem über den Schwefel und das Eisen – das Metall, das den Kern unseres Planeten ausmacht. Es verwurzelt wieder, «wenn bei Stress Nerven-Sinnes-Prozesse chronisch überhand- nehmen.» Kalium phosphoricum hingegen wirkt ausglei- chend auf den Stoffwechsel. Und das Gold zentriert den Menschen wieder in seiner Mitte, im Herzen und in seinem Atem. Statt inneren Gehetztseins kann er wieder seine Liebes- und Empathie- fähigkeit zum Ausdruck bringen. Gelassenheit und innere Wärme kehren zurück, wenn der Mensch sich entspannt: So wie ein Goldfaden sich weit ausdehnen lässt, gelangt das Blut vom Herzen bis in die kleinsten Blutgefässe in den Zehen und Fingerspitzen – insgesamt fantastische 120 000 Kilometer. Bei Angst hingegen bekommen Patienten buch- stäblich kalte Füsse. «Neurodoron ist aber nicht einfach nur eine weitere Pille, die man einwirft, und das Problem ist behoben», ergänzt Dr. Schnelle. «Wer zusätzlich seinen Lebensstil entsprechend ändert, kann von der Wirkung op- timal profitieren.» Neurodoron unterstützt subtil diesen Bewusstseinswandel. W­für­Weleda Bevor aber Verwender in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Italien das Arzneimittel rezeptfrei in Apo- theken erhalten, sorgt das Team von Christa Strobel erst noch dafür, dass aus den drei pulverförmigen Bestand- teilen überhaupt Tabletten werden. Im «Wirbelschicht- granulator» verbindet Weizenstärke das potenzierte Gold und Kalium phosphoricum D6, ehe zu der getrockneten Mischung Ferrum-Quarz D2 hinzukommt. Die leicht körnige Masse füllt ein Mitarbeiter von einer Leiter aus in eine Art übergrossen Trichter aus Edelstahl. Sechzig Kilogramm auf einmal. Und zügig kommen sie schon in einer kleinen Rinne aus dem Bauch der Tablettenpresse hervor: 250 Milli- gramm schwere Tabletten, die eine Seite blank, die andere mit einem gestanzten W. W für Weleda. Im Raum gleich ge- genüber testet ein Kollege sie halbstündlich auf Gewicht, Dicke, Bruchfestigkeit und Abrieb. Schon bei einem Prozent Masseverlust müsste die Produktion gestoppt werden. Doch sie liegt heute bei nur 0,2 Prozent. Die Tabletten- presse kann weiterarbeiten. Von der Abmessung bis zur Zerfallszeit – bevor sie ausgeliefert werden, müssen die Tabletten in der Qualitäts- kontrolle noch einmal abschliessende «Härtetests» be- stehen und werden auch auf ihre mikrobiologische Reinheit hin untersucht. Die von Dr. Hubert Hölz geleitete Abteilung überwacht die gesamte Herstellung unmittelbar ab der Anlieferung der Rohstoffe – streng nach den Regeln der Good Manufacturing Practice (GMP; siehe Kasten). Ist der Honig eingetroffen, vergewissern die Mitarbeiter sich, dass das Naturprodukt keine Spuren von Pestiziden aufweist. Dass es von gesunden, artgerecht gehaltenen Bienen- völkern stammt, müssen die Lieferanten per Zertifikat garantieren. Passt der Säuregehalt des Weins? Ist die Charge Milchzucker in Ordnung? «Es geht nichts in die Herstellung, was nicht von uns geprüft wurde», sagt Dr. Hölz. Das gilt selbst für das gereinigte Wasser, das zum Granulieren verwendet wird. Der Wirkstoffgehalt der Tabletten ist da längst garantiert: Die Ferrum-Quarz- Ursubstanz etwa muss, ehe sie die Mitarbeiter von Christa Strobel potenzieren dürfen, im Reagenzglas einen tief- blauen Niederschlag hervorrufen. Er bestätigt optisch, was der Patient auf der Zunge spüren wird: Neurodoron schmeckt, wie es wirkt. Erdend. Nach Eisen. GMP­bei­Weleda Good Manufacturing Practice (GMP; gute Herstellungspraxis) sind pharmazeutische Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produkte. Alle Lieferanten durchlaufen einen aufwendigen Freigabeprozess. Jeder Lieferant wird vom Qualitätsmanage- ment geprüft und freigegeben – erst dann können die Ein- käufer Ware bestellen. Neben der Dokumentation aller Vor- gänge mittels Fragebögen, Prozessbeschreibungen und Analysen gehört zum Prozess auch die Überprüfung vor Ort. Die Weleda Qualitätskontrolle prüft alle Rohstoffe, Halb- fabrikate, Packmittel und fertigen Produkte.

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