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Weleda Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2013

46 Nachhaltigkeit 1 Der Wert musste aufgrund fehlerhafter Gewichtsdaten im Vergleich zum Bericht 2012 nach oben korrigiert werden. Die Umstellung und Neueinführung leichterer Kunststoffverpackungen zeigte in den Vorjahren ihre Wirkung. 2013 ist die Verpackungs- intensität mit 387 Gramm pro Kilogramm Fertigprodukt fast gleich geblieben. Die Verpackungsintensität bezieht sich sowohl auf die Arzneimittel als auch auf die Naturkosmetik. Nachhaltige Verpackungen Nachhaltige Verpackungen müssen vielen Anforderungen genügen. In erster Linie müssen sie Schutz und Sicherheit für die Produkte gewährleisten. Darüber hinaus sollen sie aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt werden und kreislauffähig sein. Aspekte der Verbraucherfreundlichkeit, der gesetzlichen Verordnungen sowie Eigenschaften als Informations- und Werbeträger sind ebenfalls wichtige Kriterien für die Wahl geeigneter Verpackungen. Zurzeit gibt es kein Angebot auf dem Verpackungsmarkt, das die beste- henden Zielkonflikte zwischen den oben erwähnten Ansprüchen optimal löst. Weleda bemüht sich, möglichst nachhaltige Ver- packungssysteme einzusetzen. Deshalb haben wir 2012 ein Team aus Vertretern verschiedener Abteilungen gegründet, das nach neuen Verpackungslösungen sucht. Im Berichtsjahr konnten wir mehrere Fortschritte erzielen. Mit der Einführung von Kunststoff- verpackungen für die Shampoos 2013 wurde auch das Verhältnis von Produkt zu Verpackung durch die Volumenvergrösserung von 100 auf190Milliliter verbessert. Der Verzicht auf die Faltschachtel führte zu einer Gewichtsreduktion von 33 Prozent pro Produkt. Für die Duschtuben mit 150 und 200 Millilitern haben wir gewichts- reduzierte Verschlüsse eingeführt. Dadurch ergab sich eine Gewichtsreduktion von 9,4 auf 7,1 Gramm pro Verschluss. Weleda möchte möglichst viel PCR-Material (PCR = Post- Consumer Recycled Material, recycelter Kunststoff aus dem End- verbraucherbereich) in Kunststoffverpackungen einsetzen. Im Jahr 2013 haben wir damit begonnen, Duschtuben mit PCR-Material zu verwenden. Der Anteil beträgt mindestens 28 Prozent. Für 2014 ist die Verwendung von 25 Prozent PCR-Material in Shampoo- PET-Flaschen vorgesehen. Das Gewicht der Faltschachteln konnte 2013 durch den Einsatz von Primärfasern reduziert werden. 2014 soll das Gewicht aller Faltschachteln insgesamt um 15 Prozent verringert werden. Zudem sind seit 2013 ein wesentlicher Teil der Naturkosmetik- Faltschachteln FSC-zertifiziert (Forest Stewardship Council, System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft). Die Umstellung von Silberfolien zum Bedrucken von Faltschachteln auf Farbe ist für 2014 geplant. Dieses Verfahren ist umweltschonender und auch ökonomisch sinnvoll. Ein weiteres Ziel von Weleda ist es, Blauglas durch Kunst- stoff zu ersetzen. Bei der Herstellung von Blauglas wird Kobalt verwendet. Der Stoff kann im Herstellungsprozess zu Gesundheits- gefährdungen und Umweltschäden führen. Biokunststoff kann momentan noch nicht eingesetzt werden, da die derzeitigen Angebote nicht den für Weleda not- wendigen Produktschutz bieten. Die Entwicklung der auf dem Markt angebotenen Biokunststoffe verfolgen wir. Durch den regel- mässigen Austausch mit Verpackungsherstellern und Experten werden die Verpackungen weiterhin verbessert. Gewichtsreduktion: Die PET-Flasche (rechts) ersetzt die Aluminiumtube mit Faltschachtel. Kennzahl Verpackungsintensität Diese Kennzahl zeigt das Gewicht der Verpackungen in Gramm pro Kilogramm aller 2013 produzierten Produkte. 3881 387 445 2013 2012 2011

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